Sonntag, 6. November 2011

habt ihr schon nen rhythmus?

nee, haben wir nich. wir hatten mal nen 4h-in-der-nacht-still-rhythmus, aber den hat milo auch wieder abgeschafft. wir versuchen so etwa alle 3-4 stunden zu stillen, der rest läuft wie er läuft. wie genau bringt man nem baby routinen bei? die stillzeiten kann ich bestimmen, aber doch nicht, wann er schläft und wach ist. und selbst wenn ich sage, ich stille alle 3 stunden tagsüber und alle 4 stunden nachts. was mach ich, wenn der herr schon nach 2 stunden hunger hat? stur sein und ne stunde hungrig schreien lassen? stillen und dann länger bis zum nächsten stillen warten? stillen und der rhythmus ist futsch? mir ist das echt nicht so ganz klar, wie das laufen soll. wir versuchen jetzt mal den oben genannten 3-bzw-4-stunden-rhythmus. um 7 abends wird gewickelt, gewaschen, in den schlafanzug, direkt in den schlafsack und im schlafsack stillen, dann ins bett. um 10 wecken und wieder stillen, um 2 wickeln und stillen, um 6 stillen usw... heute hat das mit dem einschlafen gut geklappt, weil er zufällig grade müde war und mir schon beim stillen eingeratzt ist, aber was, wenn er morgen um die zeit putzmunter ist? trotzdem ins bett und ggf. geschrei, weil er lieber rumgetragen werden möchte? stell ich mich nur blöd an oder ist es wirklich schwierig? oder muss man eben ne woche lang geschrei in kauf nehmen, bis sich der rhythmus eingependelt hat? fragen über fragen...

Kommentare:

Anne hat gesagt…

Wieso solltet ihr denn einen Rhythmus haben? Ich weiß ja nicht, wie das in Schweden gehandhabt wird, aber in Deutschland ist es so (wird es so empfohlen), dass alleine das Baby den Rhythmus vorgibt. Klar sollte das Kleine im Sinne der Erholungsphase der Eltern in den ersten Wochen so ne Art Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln, das tut es aber erfahrungsgemäß (ich habe drei solche Racker ;-)) von selbst, wenn die Eltern es so vorleben, wie du es auch beschreibst (Abendritual usw.). Von allem anderen kann ich nur abraten (Stillzeiten künstlich einhalten, also z.B. wecken oder rauszögern). Man stillt nach Bedarf des Babys und der ist eben je nach Entwicklungsstand unterschiedlich. So ab einem halben Jahr (!) pegelt sich eigentlich von allein auch ein geregelter Schlafabstand ein (Vormittagsschläfchen, Mittagsschlaf, evtl. nochmal spätnachmittags und dann Nachtschlaf. Klar, das ist manchmal sehr angenehm, wenn man sich auf solche Zeiten verlassen kann, aber auch das schwankt immer wieder. Ich denke, du machst es euch am leichtesten, wenn du auf die Bedürfnisse deines Kind intuitiv achtest, nicht, wenn du dir Stress machst, dass du einen Rhythmus haben solltest. Alles Gute für euch!! (Ich fiebere immer schon dem nächsten Geburtsberichtsteil entgegen ;-))

Pinni hat gesagt…

So ähnlich wollte ich das jetzt auch sagen. Hört sich für mich furchtbar anstrengend an: immer auf die Uhr schauen, Baby wecken, Baby hinhalten...

Der Milo ist doch noch so klein. Warum sollte er nicht essen wenn er Hunger hat, schlafen wenn er müde ist und rumgetragen werden wenn er rumgetragen werden möchte? Der Rhytmus findet sich von ganz allein. Später, wirste sehen :)

eni hat gesagt…

ja ich weiß ja auch nicht. in schweden wird schon auch empfohlen nach bedarf des babys zu stillen und es scheint mir auch natürlich so. aber dann liest man bei anderen gleichaltrigen babys, dass sie jeden tag zur gleichen zeit schlafen. außerdem war der standard in unserer elterngeneration (zumindest in der ddr) ja noch extrem auf rhythmus von anfang an getrimmt. und man hört ja auch ein bisschen auf die eltern. und es wär ja schon extrem praktisch genau zu wissen, wann er trinken will. so planungstechnisch. aber gut, die erste nacht mit geplantem rhythmus ging grandios in die hose, weil er einfach zu müde zum trinken war...
werd ich einfach versuchen mich nicht verunsichern zu lassen. gar nicht so einfach mit dem ersten... aber danke für eure bestätigungen!

Anne hat gesagt…

Die Geschichten aus der DDR kenne ich ja auch von meinen Eltern und Schwiegereltern. Aber die Mütter waren immer eher neidisch/glücklich darüber, dass wir das heute guten Gewissens nicht mehr so machen müssen. Die Mutter meines Exfreundes, es wird mir immer in Erinnerung bleiben, sagte mir damals, sie habe solchen Gehörschutz aufsetzen müssen, um die drei Wochen (!) zu überstehen, die sie ihren Sohn schreien lassen musste, bis er dann brav durchgeschlafen hat mit wenigen Wochen... grusel, grusel. Hör auf deinen Bauch, der sagt dir ja schon genau, wie es richtig ist!!

Rina hat gesagt…

Naja, es kommt darauf an, würde ich sagen. Kind 1 hat auch mit ungefähr 6 Monaten begonnen, einen Rhytmus zu entwickeln, bei Kind 2 ging das deutlichst schneller. Zwischen beiden liegen auch nur 17 Monate und Nr. 2 muss eben im Rhytmus von Nr. 1 mitlaufen, was Aufstehen, Essens- und Schlafenszeiten angeht. Ich denke, man kann das schon ein wenig steuern, also immer ungefähr zur selben Zeit aufstehen, egal wie schlecht die Nacht war, wenn Du frühst¨ckst, danach stillen, also Du lebst einfach Deinen Tagesrhytmus und er macht mit. Verstehst Du, wie ich es meine? Damit will ich nicht sagen, dass muss so sein, ich hab es bei Nr. 1 auch genossen, dass ich mich so nach ihm richten konnte, jetzt mit zweien geht es halt nicht mehr so. Es hat alles seine Vorteile und Du machst das schon richtig für Dein Kind. Hör auf Dein Gefühl, dass sagt Dir, was für Euch passt. Und die Schweden sind ja superliberal (kein Vergleich mit Frankreich....)

Rina hat gesagt…

Ach, hier übrigens auch DDR Eltern (mit einer Mutter strikt gegen das Schreienlassen und Grosseltern, die vom 4 Stundenrhytmus schwärmen)- Kommentar meiner Mam "Erinnerung verklärt" (merken für also sämtlich also ihr habt in dem Alter schon alleine gegessen/aufs Töpfchen gemacht/ frei gelaufen...