Mittwoch, 28. August 2013

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mit kind wird man viel öfter von fremden leuten angequatscht (oder überhaupt).
gestern auf dem spielplatz hinterm haus. ich schaukle milo, ein vater schaukelt seine tochter daneben.
"seid ihr öfter hier?" boah, wat ein öder spruch, dacht ich :) der mann redete englisch mit seiner tochter, ich deutsch mit milo und wir schwedisch untereinander. also eigentlich nur "ja, wir wohnen gleich hier." blabla. "ich hab deinen sohn hier schonmal gesehen. da aber mit seinem papa. das war aber vor dem sommer. wir waren den ganzen sommer nicht da." aha. ja. schön.
heute auf einem anderen spielplatz winkt mir aus der ferne ein mädchen, 5 jahre, kommt näher und fragt "erinnert ihr euch an mich? aus dem kindergarten?" ähh, nein. war aber ein nettes mädchen, erzählte, dass es weiß, wie milo heißt, dass er nicht weint im kindergarten, dass es nächstes jahr in die schule kommt. und dann spielte milo noch ein wenig mit ihr. oder sie mit ihm. und als wir dann um 6 nach hause gingen, war sie ganz entsetzt, dass wir noch nicht abendbrot gegessen hatten.
also. ich versteh die schweden nicht. warum isst man um 5 abendbrot? und dann am späten abend nochmal? bzw. füttert man seine kinder um 5 ab und kocht dann wenn sie im bett sind für die erwachsenen? und die kinder bekommen im bett noch ne flasche välling. ist mir suspekt.

Kommentare:

Meeresrauschen hat gesagt…

Ich kenne auch ein paar Eltern, die ihren Kindern Abends Abendbrot verabreichen, selber aber nichts essen, nur um dann später selber nocheinmal Abendbrot zu essen. Sie begründen es damit, dass das der geringste Stress ist. Aber mal ehrlich - wieso sollte ich mit meinem Kind nicht zusammen am Tisch Abendbrot essen. Das ist doch Familienzeit. Und dann wundern sich einige, weshalb die größeren Kinder nicht mehr zum gemeinsamen Essen auftauchen...
Grüße,
Kathrin

NordLicht hat gesagt…

Zum "anquatschen" auf dem Spielplatz: die Eltern versuchen Kontakt herzustellen, damit die Kinder zusammen spielen können. Hat mir mein schwedischer Mann erklärt. Außerdem sieht man sich ja tatsächlich öfter auf dem Spielplatz und dann ist es nett, Bekannte zu treffen. Finde ich bei weitem besser als auf deutschen Spielplätzen, wo man schon böse angeschaut wird, weil der 1,5 jährige es wagt, mit der Schauffel eines anderen Kindes zu spielen.
Frühes Abendessen: also wenn unsere 4 vom Kindergarten nach Hause kommen, dann ist zwischen 5 und 6 die ideale Zeit der Abendfütterung OHNE dass man sich das Hungegejammer anhören muss. Alles andere danach ist unerträglich. Wir essen tatsächlich alle zusammen und wenn es sein muss, gibt es kurz vorm Zähneputzen halt nochmal Obst, ein einfaches Butterbrot oder "Välling". Meistens reicht's aber ... ??

NordLicht hat gesagt…

Sorry, dass ich hier kommentarmäßig etwas penetrant bin heute ... nochmal zum frühen Abendessen: außerdem ist dann zwischen Abendessen und zu Bett gehen noch Zeit, um sich mit den Kindern zu beschäftigen, ansonsten wird der Abend irgendwie "zerstückelt" und man hat kaum Gelegenheit sich in Ruhe mit den Kindern zu befassen. Unsere brauchen diese Zeit auch, um den Tag zu verarbeiten und dann in Ruhe ins Bett gehen zu können (sind wenigstens meine persönlichen Erfahrungswerte) ...