Freitag, 6. Februar 2009

fisch

die schweden mögen fisch. warum auch nicht, ist ja gesund und schweden hat ja doch auch einen beachtlichen küstenstreifen. ich so als mitteldeutsche hatte ein eher gespaltenes verhältnis zu fisch. die gräten, dann der milde geschmack. irgendwie kann ich mich aus meiner kindheit nur selten an fisch erinnern. und wenn, dann komplett. also ein komplettes tier auf dem teller. und wie schon mal erwähnt mag ich tiere überhaupt nicht auf meinem teller, wenn sie noch eindeutig nach tier aussehen. mit dem auszug von zu hause gabs dann aber immer öfter schlemmer-filet - ja, schlagt mich nicht, aber es ist eben lecker.

und erst in schweden, also etwa 6 jahre nach dem auszug von zu hause, haben wir es das erste mal geschafft fisch pur zu kaufen. also, schon ein stück tiefgefroren. aber immerhin, kein schlemmer drum rum.

der höhepunkt meine fisch-erfahrung war wohl am mittwoch. da war ich abends von meiner neuen arbeitsgruppe zum essen eingeladen. in ein fisch-restaurant. ein teures. ein sehr teures. teure restaurants haben immer wenig auswahl. die ganze schiene der meeresfrüchte (bäh, glibber) ist mir immer noch suspekt, deshalb musste es wirklich fisch sein. und ich hab tatsächlich was gefunden. ich wusste vorher nicht welcher fisch da auf meinem teller landen wird, weil ich weder die schwedische, noch die englische bezeichnung kannte. aber es war köstlichst. hinterher nachgeschaut: es war seibling. oder saibling? auf jeden fall lecker, weil filet. ich glaub es wird bei uns jetzt mehr fischiges geben. is ja auch gesund. soll man ja eh 3 mal die woche essen…

die kenn ich doch

heute im fitnesstudio. ich spule auf dem laufband meine kilometer ab und schaue mich dabei im raum um. ein mädel weckt meine aufmerksamkeit. irgendwie kommt sie mir bekannt vor, aber ich weiß nicht woher. ich komm nicht drauf, also schaue ich weiter die schnulze, die im fernsehen läuft. ganz ganz schlechtes kino. und zack, fällt es mir ein. ich schau sie noch mal an und tatsächlich – das ist eine der drei krankenschwestern, um die es in der zdf-reportage von neulich ging. die welt ist klein. das fitnesstudio ist eigentlich für angestellte des karolinska-krankenhauses, in dem sie offensichtlich immer noch arbeitet.

Donnerstag, 5. Februar 2009

und die gute nachricht

nächste woche fängt endlich unser schwedisch-kurs an, zu dem wir uns im november angemeldet hatten. das interessante daran: der brief, der uns die freudige nachricht mitteilte, war auf schwedisch. wie weitsichtig von den mitarbeitern dort. eigentlich meldet man sich ja zu einem kurs an, weil man die sprache eben NICHT beherrscht.
nächsten donnerstag gehts los und ich bin sehr gespannt. auf das niveau, auf die anderen leute dort. wir werden sehen...

wie nett

gestern gabs tolle neuigkeiten: eine mieterhöhung. um 25%. ist das nicht schön? jetzt sollen wir 500 statt 400 euro für unser 20qm-loch zahlen. die steigenden preise im allgemeinen seien schuld. ja klar. was können wir tun? nichts, außer ausziehen. nichts lieber als das. wenns nur so einfach wäre...

Dienstag, 3. Februar 2009

tv-tipp

in der zdf mediathek gibts gerade ne reportage (achtung, popup) über 3 deutsche krankenschwestern, die nach stockholm auswandern. so wahr!
besonders wahr die berichte über die arbeitsmoral. also die ganze einstellung, der nicht vorhandene stress, die immer-langsam-mentalität. wohl bemerkt profitiert man davon nur in einem vorwiegend schwedischen umfeld. forschung ist ja eher international. deshalb sieht man bei uns nur die administration permanent beim kaffee-trinken...
und auch sehr wahr die aussagen über die zurückhaltende freundlichkeit der schweden. so auf arbeit sind immer alle nett und fragen permanent wies einem geht (DAS finde ich wiederum ziemlich nervig, wenn man es jeden morgen gefragt wird, weil man einfach merkt, dass die frage aus purer höflichkeit kommt und nicht aus interesse. doofe floskeln...). wenn man dann aber freunde sucht, hat mans schwer mit den schweden. aber es ist denke ich so, dass man zwar sehr schwer freunde findet, wenn man dann aber welche hat, dann hat man sie für immer.

Montag, 2. Februar 2009

montag

  • nach einem monat arbeit daran habe ich heute endlich meine stipendiums-application abgegeben. in 8-facher ausfertigung
  • die sonne scheint. wie schön. und ich bekomme sogar ein paar strahlen ab hier im büro
  • noch hab ich im labor nichts geschrottet und musste nur einmal nachfragen, wie man die pumpe richtig fest stellt
  • ich spiele wirklich mit dem gedanken mir die schlittschuhe zu kaufen. man gönnt sich ja sonst nichts. und bald bekomm ich ja auch ein wenig geld (mach ichs...mach ichs nicht...mach ichs...)
  • drückt mal die daumen, dass die fische heute so wollen, wie ich

Sonntag, 1. Februar 2009

sonntagabendunterhaltung

rainald grebe - wortkarger wolfram

schmacht

das wünsch ich mir...

sonntag in bildern (2)


los gings heute richtung mälarsee nach sunnersta, einem stadtteil von uppsala. dort haben wir erstmal überraschenderweise einen kleinen hang gefunden. mit skilift. und so richtig schön zum rodeln. war auch echt viel los. schade, dass wir keinen schlitten haben. ich glaub für so arschrutscher bin ich zu alt :) obwohls bestimmt spaß machen würde. ich glaube das letzte mal gerodelt bin ich vor 6 jahren. meine herren.
dann am see lang flaniert, bzw. gerutscht. die ganzen häuser da! ein traum! wenn ich mal groß bin...
dann sehnsüchtig die ganzen leute mit langlaufschlittschuhen beobachtet. leider hab ich nichts gesehen, wo man sie sich ausleihen könnte...
dafür ganz viele "aber im sommer kommen wir hier her und baden und leihen uns kanus aus" -warme gedanken gemacht.
dann der abstecher zu ikea für die 2 kisten. unbeschadet am schnickeldi vorbeigerannt. nicht eine kerze migenommen. nur batterien. wie vorbildlich. aber wo sollen wir auch hin mit deko-krams? nach dem wocheneinkauf mal wieder haferflocken-kekse verspeist. und zum dinner broccoli-lachs-paj...
jetzt noch ein wenig recherche im www und dann wars das mit dem sonntag. morgen dann mein erster tag im neuen labor ganz auf mich gestellt.
gute nacht da draußen.

ordnung

ein zwischenstopp im ikea zum aufwärmen, billigst-würstchen speisen und kisten kaufen. und schon ist es ein wenig ordentlicher in der gruft. ich kanns nur nochmal sagen: es ist sooo praktisch einen ikea um die ecke zu haben.